Erläuterungen zu den Transkriptionen (›Parzival‹-Handschrift Schwerin)

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Allgemeines:

Die Buchstaben sind in der Regel getreu der Handschrift wiedergegeben (auch u/v). Ausnahme: Schaft-s wird als s wiedergegeben.

Diakritische Zeichen werden als solche dargestellt. Zirkumflex wird grundsätzlich gemäß der Handschrift transkribiert. Ausnahme: Zirkumflex über Diphthongen und mehr als zwei Vokalen in Folge wird stets über dem ersten Vokal wiedergegeben. Wortgrenzen sind gemäß der Handschrift transkribiert; in Zweifelsfällen werden Vorsilben jedoch an das Folgewort angeschlossen.

Unlesbare Zeichen werden mit : bei einem, mit :: bei zwei und mit ::: bei drei oder mehr unleserlichen Buchstaben angegeben. Textverlust aufgrund materieller Beeinträchtigung (z. B. Fragmentverlust) wird in jedem Fall mit ::: bezeichnet.

Zeilenumbrüche in laufenden Versen sind durch | markiert.

Marginalien: Kursivschrift (z. B. bote, 283.25).

Kustoden bzw. Lagennummerierungen werden kursiviert wiedergegeben (z. B. J p(ri)ma sext(er)na, 2.20-0).

Auflösungen:

Abkürzungen werden in runden Klammern aufgelöst (z. B. brude(r), 6.30 oder vo(n), 47.17).

Unidentifizierbare hochgestellte Zeichen werden mit dem Platzhalter x über dem betreffenden Vokal wiedergeben (z. B. suͯr, 1.02).

Die Konjunktion vn̄ wird dem Quantitätsprinzip entsprechend mit vn(de) aufgelöst (z. B. vn(de), 148.01).

Überflüssige Abkürzungszeichen werden mit (x) aufgelöst (z. B. mi(x)nne, 16.09).

Farbkodierungen und Korrekturen:

Initialen (sog. 'Lombarden'): vergrößert, rot und in Fettdruck (z. B. Wil, 2.01).

Für nicht ausgeführte Initialen wird blassrote Farbe verwendet: Hat der Schreiber den Initialbuchstaben vorgeschrieben, wird dieser verkleinert zwischen eckigen Klammern eingesetzt (z. B. 297.25:[G]ute(n)), in allen anderen Fällen steht der Stellvertreter x in eckigen Klammern (z. B. 255.13:[x]evnerter).

Rubrizierungen: blassrot (z. B. Nu, 338.03).

Nachträge innerhalb des Versverbands: grün in spitzen Klammern beim Schreiber (z. B. >w(er)de<, 84.01) und türkis bei einem späteren Leser (z. B. >heilictu(m)<, 268.28).

Wortlaut vor der Korrektur: grau (z. B. den in 283.14).

Korrekturresultate: grün beim Schreiber (z. B. in: var, 1.12) und türkis bei einem späteren Leser (z. B. schulde, 266.10).

Buchstaben und Wörter auf Rasur sowie radierte Stellen, auf denen kein neuer Eintrag

erfolgte: dunkelgrauer Hintergrund (z. B. in: der, 283.14).

Bei Durchstreichungen und anderen Tilgungsmaßnahmen ohne Ersetzung (etwa durch Unterpungierung) wird das betroffene Wort durchgestrichen (z. B. in: vor, 23.28).